Touristische Entwicklung des Ochsenkopfes soll mit 25 Millionen Euro gefördert werden

18. Mai 2018

Bayreuth/München. In einem gemeinsamen Antrag der vier oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten Inge Aures, Susann Biedefeld, Klaus Adelt und Dr. Christoph Rabenstein wird die Staatsregierung aufgefordert, für die touristische Entwicklung des Ochsenkopfes Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um unter anderem die Seilbahn zu erneuern, aber auch für weitere dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen.

In der Begründung des Antrages heißt es, dass sich der Hauptverein des Fichtelgebirgsvereins seit seiner Gründung im Jahr 1888 für eine naturnahe Erschließung der Schönheiten des Fichtelgebirges für den Menschen einsetzt. „Nachdem vor Jahrzehnten der Grundsatzbeschluss in der Region gefasst wurde, den Ochsenkopf touristisch zu entwickeln und den Schneeberg als zweiten Hauptgipfel als Ruhezone und Rückzugsgebiet für bedrohte Tierarten von touristischen Einrichtungen frei zu halten, stehen jetzt Erneuerungen am Ochsenkopf an, die weder die umliegenden Gemeinden, der Landkreis Bayreuth noch der Fichtelgebirgsverein alleine schultern können“, heißt es in dem Antrag weiter.

Die bereits existierenden Seilbahnen Nord und Süd zum Gipfel des Ochsenkopfs sind in die Jahre gekommen, so dass in der Saison 2017/18 trotz bester Schneelage und exzellentem Skiwetter der Betrieb durch technische Störungen an den anfälligen Altanlagen mehrfach unterbrochen werden musste und dadurch der gute Ruf des Ochsenkopfs sehr gelitten habe. Das vereinseigene Gipfelhaus Asenturm ist fast 100 Jahre alt und die letzten umfangreicheren Bauarbeiten stammen aus den 1970er Jahren. „Eine umfassende Sanierung der baulichen Anlagen ist daher dringend notwendig, um auch den Ansprüchen der heutigen Zeit, wie z.B. einen barrierefreien Zugang, gerecht werden zu können. Auch ist die Errichtung einer neuen Abwasserleitung ins Tal notwendig, für die zwar staatliche Zuschüsse zugesagt wurden, die aber aufgrund einer Vervierfachung des Angebotspreises gegenüber der Kostenschätzung für den Verein nicht finanzierbar ist“, sagt der Bayreuther SPDLandtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein.
Zwar stehe der Fichtelgebirgsverein für Verhandlungen mit dem Zweckverband und den Gebietskörperschaften hinsichtlich einer großen Lösung am Ochsenkopf unter Einbeziehung des Gipfelhauses Asenturm zur Verfügung, ohne ausreichende Finanzmittel von staatlicher Seite würden alle angedachten Projekte jedoch nur Wunschträume bleiben. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion in Bayern über die Finanzierung von Projekten einer naturverträglichen Tourismusentwicklung im Alpenraum, unterstützt laut Rabenstein die SPD-Landtagsfraktion vorbehaltlos die Resolution des Fichtelgebirgsvereins und spricht sich für eine Förderung der angedachten Maßnahmen in Höhe von 25 Millionen Euro aus.

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