Teilerfolg für Petition für von Abschiebung bedrohtem Afghanen

05. April 2017

München/Bayreuth. Petitionsausschuss des Landtags verschiebt strittige Entscheidung auf Druck der 50.000 Petenten und der SPD vor Ort.
Im Fall des von der Abschiebung bedrohten Afghanen Mohib Tajik zeichnet sich eine positive Entwicklung ab. Zumindest hat der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags den Fall heute (05.04.2017) vertagt, weil noch offene Fragen zu klären sind. "Das zeigt, dass sich der Fall doch nicht so eindeutig darstellt", sagt Christoph Rabenstein, Mitglied des Petitionsausschusses.
"Wir werden nun versuchen, eine positive Lösung zu finden, die Herr Tajik und seinem Neffen Mansur ein dauerhaftes Bleiberecht ermöglicht. Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend: Zum einen hat Herr Tajik zwar einen afghanischen Pass, er hat aber niemals in dem Land gelebt. Zum anderen wäre der zehnjährige Mansur auf sich allein gestellt, was ein Ding der Unmöglichkeit wäre", erklärt Rabenstein. Die SPD-Landtagsfraktion will den Fall jetzt an die Härtefallkommission herantragen. "Wir danken den zahlreichen Unterstützern in Hof und Umgebung für ihren humanitären Einsatz, der gerade in den jetzigen schwierigen Zeiten unerlässlich ist", unterstreicht der SPD-Abgeordnete. Mohib Tajik arbeitete im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes bei der Lebenshilfe Hof und hat dort Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung betreut. Er plante eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Als Erziehungsberechtigter und Vormund für seinen zehnjährigen Neffen Mansur hat er zusätzlich Verantwortung übernommen. Mansur zeigte sehr gute Leistungen in der Schule und könnte ab September auf ein Gymnasium in Hof gehen.

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