MdL Rabenstein: Fehlentscheidung der Bahn wird zu immensen Kosten für Tieferlegung der Oberfranken-Achse führen

13. Februar 2018

Bayreuth. Ende Dezember hatte der oberfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein in einem öffentlichen Brief an Staatminister Joachim Herrmann um Klärung im möglichen Fall von Fehlplanungen bei der Elektrifizierung der Oberfranken-Achse und Probleme durch zu niedrige Bahnschienen gebeten. Die Antwort zeigt: Die Bahn hatte zwar eine Berücksichtigung bei der Brückenhöhe wegen einer späteren Elektrifizierung angeregt, diese aber danach wieder zurückgenommen.

Sie hätte sich sonst bereiterklären müssen, die für eine größere lichte Höhe anfallenden Kosten zu tragen. „Die Bahn hat sich damit gegen eine zukunftsweisende Lösung entschieden, die eine mögliche Elektrifizierung deutlich problematischer macht. Aber auch vom Bundesverkehrsministerium hätten deutliche Signale für eine Elektrifizierung der Oberfranken-Achse ausgehen müssen“, kritisiert Rabenstein. Der Abgeordnete, der seit vielen Jahren für die Elektrifizierung der oberfränkischen Bahnstrecken kämpft, ist mit der Antwort des Staatsministers unzufrieden: „Eine Tieferlegung der Strecke im Falle der Elektrifizierung ist zwar möglich, wird aber immense Kosten mit sich bringen. Dies wäre vermeidbar gewesen, wenn es nicht zu den Fehlentscheidungen der Deutschen Bahn gekommen wäre.“

Die SPD-Landtagsfraktion hatte im Januar auf Initiative der oberfränkischen Abgeordneten einen Antrag eingebracht, in dem sie die Staatsregierung aufforderte, zur Problematik Stellung zu nehmen. Auf diesen Bericht hofft Rabenstein nun, denn in der Antwort des Innenministeriums wurde hingewiesen, dass im Verlauf der Eisenbahnstrecke von Bamberg nach Hof und Bayreuth rund 30 Kreuzungsbauwerke mit Straßen bestehen, von denen etliche ebenfalls eine für die Elektrifizierung unzureichende lichte Höhe aufweisen. „Da summieren sich die Maßnahmen, damit eine Elektrifizierung überhaupt möglich wird – und damit auch die Kosten“, sagt Rabenstein und weiter: „Es muss sichergestellt werden, dass die Elektrifizierung der Oberfranken-Achse nun von allen Seiten vorangetrieben wird und sich solche Fehler nicht mehr wiederholen.“

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