Feuerwehrtag der SPD-Landtagsfraktion - Wunsch nach mehr Anerkennung des ehrenamtlichen Einsatzes

20. Oktober 2017

Bayreuth. Im Rahmen des Feuerwehrtages der SPD-Landtagsfraktion informierte sich der Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein bei der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth (Löschzug Ost) in St. Johannis über die Wehren in der Wagnerstadt und die Nachwuchsarbeit.
„Die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und –frauen leisten einen wichtigen Einsatz, nicht nur im Brandfall, sondern auch für das gesellschaftliche Leben in den Ortsteilen“, erklärt Rabenstein. Im Gespräch mit dem Abteilungsführer Alexander Hohl, Stadtbrandrat Ralph Herrmann und Lena Müller, Teamleiterin der Kinderfeuerwehr in Bayreuth, zeigte sich, dass die freiwilligen Feuerwehren immer professioneller werden. Zum einen müssen sie sich immer neuen Herausforderungen stellen und durch Weiterbildungen besonders Neuerungen in der technischen Ausrüstung erlernen.
„Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die vielen aktiven Feuerwehrmänner und –frauen ihre Freizeit neben dem Beruf opfern. Umso erfreulicher ist es, dass die Wehren in Bayreuth gut aufgestellt und engagiert sind“, sagt der Abgeordnete. In den zwölf Abteilungen in Bayreuth sind derzeit insgesamt 390 Personen aktiv. Besonders die Kinder- und Jugendarbeit wird in Bayreuth groß geschrieben: Seit einem Jahr gibt es die Kinderfeuerwehr – 16 Kinder sind derzeit aktiv dabei. Gemeinsam mit drei weiteren Betreuerinnen bringt dort Teamleiterin Lena Müller den Kindern spielerisch die Feuerwehr näher.
Herrmann, Hohl und Müller haben aber auch Vorschläge, was man innerhalb der Feuerwehr in Bayern verbessern könne: Da wäre zum Beispiel der Wunsch nach einer Schaffung von Brandhäusern an den Feuerwehrschulen. Lediglich an einer von drei – nämlich in Würzburg – würde es die Möglichkeit geben, mit Feuerwehranwärtern den Ernstfall in so einem Gebäude zu erproben. Zudem wünsche man sich eine bessere Personalausstattung an den Schulen – mit vernünftigen Gehältern für das qualitative Personal.
Ein wichtiger Punkt, der ebenfalls in der Runde angesprochen wurde: Die Unterstützung der Ehrenamtlichen. Hier sei bereits viel passiert, etwa die Ehrenamtskarte, erklärt Rabenstein, jedoch könne man sicher auch weitere Verbesserungen schaffen. Zusätzliche Urlaubstage, Vergünstigungen oder eine Anrechnung des Feuerwehrdienstes an der Rente waren hier Beispiele, die von den Feuerwehrexperten in Bayreuth angesprochen wurden.

Feuerwehrtag.10.2017

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